KI kann ganz schön viel, und überrascht auch damit, was sie (noch) nicht kann.
Wer auf LinkedIn unterwegs ist, hat vermutlich schon irgendwo sogenannte „Action Figures“ gesehen. Das sind KI-generierte Darstellungen von Menschen zusammen mit Symbolen und Texten, die beispielsweise auf ihre berufliche Tätigkeit referenzieren.
Da hätte dann ein Schmied (wenn er denn auf LinkedIn unterwegs wäre) einen Hammer und einen Amboss zusammen mit einem lockeren Spruch („LinkedIn? Ich schmiede lieber echte Kontakte – und manchmal auch Hufeisen.“). Oder so.
Wir haben das mal ausprobiert und ChatGPT gefragt: „Wir möchten eine passende Action Figur zu „Alef Völkner“ erstellen. Kannst Du uns dafür Vorschläge machen?“
Die KI hat die benötigten Daten sehr gut gefunden und zusammengetragen:
ChatGPT hat das richtigeFoto gefunden:
Name, Tätigkeit und Schwerpunkte der Arbeit von Alef Völkner waren richtig zusammengefasst (GF von fox-on und foxondo, Schwerpunkt auf pragmatischer Umsetzung von Datenschutz usw.)
Dazu kam ein Hinweis auf unsere 20-Jahr Feier im September 24 (inkl. Vorschlag, das mit einem Sektglas zu illustrieren)
So weit, so gut.
Aber dann haben wir ChatGPT gebeten, ein dazu passendes Bild zu erstellen. Und das war dann doch nicht so überzeugend … 😉
Es dauerte mehrere weitere Nachfragen und explizite Anweisungen, bis ChatGPT dann eine Version erstellt hat, die wenigstens eine entfernte Ähnlichkeit hat:
Wir fanden das besonders interessant, weil unsere Geschäftsführerin Alef Völkner schon ihr ganzes Leben lang Situationen erlebt hat, in denen ihr Name für einen männlichen Vornamen gehalten wurde. Allerdings immer nur so lange, bis man ihr persönlich begegnet ist oder zumindest ihr Foto gesehen hat.
Was haben wir noch gelernt in unserem kleinen Experiment? KI ist nur so gut, wie die Anweisungen, die man ihr gibt. Darum ist ein richtig guter Prompt oft wesentlich länger als das Ergebnis, das man erhält.
Was man bei KI leicht für „intelligent“ oder gar „einfühlsam“ halten kann, ist in Wirklichkeit das extrem schnell ausgerechnete Ergebnis eines riesigen Sprachmodells. Die Maus erklärt, wie das funktioniert.
Das Internet vergisst nicht alles, doch Sie sind nicht machtlos. Mit etwas Recherche, den richtigen Tools und einem klaren Verständnis Ihrer Rechte können Sie digitale Spuren kontrollieren – oder zumindest sichtbar eindämmen.
Sie sollten zeitnah Widerspruch einlegen, falls Sie nicht möchten, dass Daten aus Ihrem Facebook- und Instagram-Account für das Training der Meta-KI verwendet werden. Und die Meta-AI in WhatsApp nicht nutzen.